Jens von Ewald

Geboren 1968 im Pott, genau gesagt in Herne. Seit gut 40 Jahren in Emmerich am Rhein ansässig. Die Nähe zur niederländischen Grenze hat dazu geführt, dass ich in den Niederlanden arbeite und viel fotografiere. Die Menschen auf der anderen Seite sind etwas weniger verkniffen, wenn es um das Thema Streetfotografie geht. Nijmegen und Arnhem liegen vor der Haustür, aber auch Amsterdam, Rotterdam oder auch Utrecht sind immer eine (fotografische) Reise wert …

Stil:

Das sollen andere beurteilen. Natürlich strebt jeder von uns danach, irgendwann erkannt zu werden, aber bewusste Stilfindung finde ich sehr schwierig. Ich habe immer Angst, vieles zu verpassen, wenn ich mich zu sehr auf Stil konzentriere. Zur Zeit liegen mir Streetportraits und meine Serie „ich scheiß aufs Histogramm“ sehr am Herzen. High Contrast halt, gerne mit grafischen Elementen … das, was ich am liebsten tue, heißt ja nicht umsonst Schwarz-Weiß-Fotografie. Das ist vielleicht tatsächlich etwas, das meine Bilder ausmacht: ich fotografiere fast ausschließlich in schwarz-weiß. Ich mag es, wenn nichts von der Form ablenkt.

Warum Street:

Aus Liebe zum und Neugier auf den Menschen. Ich mag die alten Streetbilder so sehr, die man in Museen sieht, und die von der damaligen Zeit erzählen. Meine direkte Umgebung zu beobachten, manchmal lange auf den richtigen Moment zu warten, das ist, was mich reizt. Außerdem ist die Suche nach grafischen Elementen eine Art therapeutischer Ausgleich für meine überaus chaotische Gedankenwelt

NRW35 bedeutet:

Kreative Explosion, das Zusammenführen dreier völlig unterschiedlicher Fotografen und natürlich Freundschaft.

Strassengeier